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Der nächste große Schritt

(15.03.2018) Wirkstoff-Kandidat von Thüringer Biotech-Unternehmen InflaRx mit völlig neuem Wirkprinzip soll entzündliche Hauterkrankung stoppen. Phase IIb beginnt.
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(15.03.2018) „Wir glauben, dass unsere mehr als 15 Jahre währende fokussierte Forschung rund um C5a und unser Ansatz, dieses Molekül spezifisch zu blocken und zu kontrollieren, uns an die Weltspitze auf diesem Forschungsgebiet gebracht hat, und dass davon viele Patienten weltweit mit unterschiedlichsten Krankheiten profitieren können“, erklärt Niels Riedemann, Gründer und CEO von InflaRx auf der Firmen-Webseite.

Und in der Tat legen die Thüringer jetzt so richtig los. Nach dem NASDAQ-Börsengang im November letzten Jahres (Laborjournal berichtete), vermeldete das Biotechnologie-Unternehmen kürzlich, den ersten Patienten für eine klinische Studie IIb mit Wirkstoff-Kandidat IFX-1 rekrutiert zu haben.

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Vielversprechende Ergebnisse

"Wir freuen uns, unsere erste Phase IIb-Studie mit unserem Lead-Kandidat IFX-1 zu beginnen. Nach den vielversprechenden Ergebnissen der Phase IIa-Studie ist es unser Ziel, mit dieser Studie das optimale Dosierungsschema festzulegen und die langfristige Wirksamkeit und Sicherheit von IFX-1 zu untersuchen," verkündet InflaRx‘s Chief Medical Officer Othmar Zenker in der dazugehörigen Pressemitteilung.

IFX-1 ist ein monoklonaler Antikörper, der die biologische Aktivität von C5a blockiert. C5a wiederum ist ein pro-inflammatorisches Spaltprodukt des Komplementsystems. Es entsteht nach Aktivierung/Spaltung seines Muttermoleküls C5 und sorgt dafür, dass vermehrt Cytokine wie IL-8, IL-6, IL17 und TNF-alpha gebildet werden. Hinzu kommt: Bindet C5a an seine Rezeptoren auf Neutrophilen, werden diese aktiviert und wandern zur Infektionsstelle. Dort kommt es unter anderem zur Bildung von Sauerstoff-Radikalen, die sehr wahrscheinlich mit dazu beitragen, dass das Gewebe Schaden nimmt. C5a zu blocken, scheint daher eine gute Idee, um Entzündungen einzudämmen.

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In 50 Zentren weltweit

In der aktuellen Studie testet InflaRx IFX-1 gegen Hidradenitis Suppurativa (HS), einer seltenen, schmerzhaften Entzündungserkrankung der Talgdrüsen und äußeren Wurzelscheiden der Terminalhaarfollikel z. B. unter den Achseln. Die Studie ist randomisiert, Placebo-kontrolliert und findet an etwa 50 Zentren in Deutschland, Griechenland, den USA und anderen Ländern statt.

"Neue Behandlungsmethoden für mittelschwere oder schwere HS sind für Patienten und Ärzte von enormer Bedeutung, da die aktuellen Therapieoptionen für Patienten mit HS begrenzt sind. Die C5a-Blockade mit IFX-1 ermöglicht ein völlig neues Wirkprinzip, um die Krankheit zu behandeln,“ gibt sich der koordinierende Prüfarzt Evangelos Giamarellos-Bourboulis vom Universitätskrankenhaus in Athen hoffnungsfroh. Die ersten Ergebnisse sind wohl erst in gut einem Jahr zu erwarten, denn die Behandlung dauert 16 Wochen. Weitere 28 Wochen (unverblindet) sind veranschlagt, um die Langzeitwirkung zu testen.

Noch ein Blick auf die Börse. Der Börsengang von InflaRx scheint sich gelohnt zu haben. Nach dem Ausgabepreis von 14,99 US-Dollar hat sich der Wert des Papiers inzwischen verdoppelt (29,80 US-Dollar, Stand: 14. März) - mit steter Tendenz nach oben.

Kathleen Gransalke

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Letzte Änderungen: 15.03.2018

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