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Ungeliebte Freuden im Labor – Kontaminationen


neoLab Migge GmbH
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Zellkulturen kommen nicht nur in der Forschung sondern auch in der Industrie zum Einsatz. Kontaminationen vorzubeugen und zu beseitigen sind oftmals unterschätzte Problemstellungen. Langsam wachsende Säugerzellen werden schnell von mikrobiologischen Kontaminationen überwuchert. In der Forschung ein oftmals totgeschwiegenes Thema. Gängige Prozedur: Beeinflusst es mein Ergebnis? Nein, dann wird über die Kontamination hinweggesehen.

Doch was ist wenn dies nicht ignoriert werden kann? Der Experimentator wird primär mit dem Auffinden der Quelle(n) und ausgiebig mit dem Befreien der Kultur beschäftigt sein. Das Problem: Die eigene Kultur nicht zu terminieren! Den Umgang mit Kontaminationen erlernen die Meisten erst, wenn es die eigene Kultur betrifft und wird in der Ausbildung nur rudimentär behandelt.

Allgemein gesehen gibt es zwei Fälle: Die direkte Kontamination, wobei der Experimentator die größte Fehlerquelle darstellt, und die indirekte Kontamination. Wenn Sicherheitsvorschriften, Normen und die GLP versagen dienen die Kollegen meist als Informationsquelle, wenn eine radikale Entsorgung der Zellkultur nicht möglich ist.

Laut Studien sind in der Forschung 5 - 90 % der Kulturen infiziert. In der Industrie sind unter 20 % und in GMP-Laboren nur 4 % betroffen. Regelmäßige Kontrollen sind oftmals nicht gewährleistet. Also was ist zu tun um nicht in Panik zu verfallen? Prävention nach Monks Geschmack: Ärmel des Kittels im Medium, hohes Kommunikationsbedürfnis, offene Haare oder Hautschuppen im Bart? Nicht mit ihm! Desinfektionsreinger Labosol D und IncubaX zur Flächenreinigung lässt einige Fehlerquellen verschwinden. Ein Laborkittel mit Bündchen oder Sheldon`s Einmal-Kittel, um weiterhin sauber zu bleiben, und der süße Duft des Zellmediums am Morgen. Das Zellkulturmedium stellt jedoch eine weitere Kontaminationsquelle dar. Seren sind unverzichtbar für die Zellkultur. Vor allem definierte Seren natürlichen Ursprungs können kontaminiert sein. Auch wenn diese routiniert gammabestrahlt im Labor ankommen können diese vorbelastet sein. 0,1 µm-Spritzenvorsatzfilter von qpore bieten eine zusätzliche Sicherheit und sind aus dem Labor nicht wegzudenken.

Besondere Kontaminationen stellen Mycoplasmen, bakterielle L-Formen und Nanobakterien dar. Mycoplasmen sind pleiomorphe, zellwandlose 0,1 - 2,0 µm große (intrazelluläre) Parasiten, die die Morphologie und Stoffwechsel des Wirtes verändern. Sterilfilter mit 0,2 µm-Poren werden problemlos überwunden. Wenn alles zu spät ist hilft nur noch der Griff zum Antibiotikum MycoplasmaX.

Die bakteriellen L-Formen und der 30 – 200 nm kleine Winzling namens Nanobakterie sind nochmal ganz spezielle Zeitgenossen. „Nanos“ sind erst seit kurzer Zeit bekannt. Die Diagnostizierung kompliziert, aber sie wachsen langsam. Sehr langsam. Viele zweifeln daran ob Nanos existieren. Ein Problem weniger oder noch zu wenig erforscht?

Die altbekannten Bakterien, Hefen, Pilze und Viren gibt es auch noch. Langweilig wird’s definitiv nicht.

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Letzte Änderungen: 23.12.2017


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